Foerder- und Finanzierungsprogramme

So ist dein Traumberuf zum Greifen nah

Gut zu wissen!

Bund und Länder bieten zur beruflichen Qualifizierung eine ganze Reihe von Förder- und Finanzierungsprogrammen an. Nachfolgend haben wir hier einige Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung für dich zusammengefasst.

In den meisten Fällen müssen die Förderanträge vor Beginn der Weiterbildung / des Seminars gestellt werden. In einigen Fällen ist eine Antragsstellung nur vor Abschluss des Ausbildungsvertrages/ der Anmeldung möglich. Bitte berücksichtige in diesen Fällen, dass wir Förderungen nur anrechnen können, wenn du uns vor deiner Anmeldung darüber informiert hast, dass du einen Fördergutschein besitzt. Nachdem wir eine Anmeldebestätigung und Rechnung ausgestellt haben, dürfen wir keine Fördergutscheine mehr annehmen. Bitte beachte daher die individuellen Bedingungen und Voraussetzungen, unter denen die einzelnen Förderungen und Finanzierungen gewährt werden können.

Die Fördermöglichkeiten variieren zum Teil von Bundesland zu Bundesland. Ob und welche Förderung für dich in Frage kommt, ist abhängig von deinem Wohnort (Bundesland).

Neben dieser Übersicht findest du auch auf folgenden Webseiten weitere Informationen zu Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten:

www.bildungsscheck.de

www.foerderdatenbank.de

www.der-weiterbildungsratgeber.de

www.weiterbildungsberatung.nrw

www.nbank.de

www.kfw.de

Diese Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die hier gemachten Angaben sind lediglich Hinweise und ersetzen keine Beratung durch deinen Steuerberater oder dein Finanzamt.

Der Bildungsscheck NRW

Der Bildungsscheck NRW ist über zwei Wege zu erhalten:

1. Der individuelle Weg

Hierbei stellt der Seminarteilnehmer selbst einen Antrag auf einen Bildungsscheck.

  • Die maximale Förderhöhe beträgt 500,- Euro.
  • Der Bildungsscheck wird nach einer Beratung in einer Bildungsscheckberatungsstelle ausgegeben. Eine Beratungsstelle findest du über die u.a. Webseite.
  • Die Antragsteller müssen in Nordrhein-Westfalen wohnen oder arbeiten.
  • Das zu versteuernde Jahreseinkommen darf i.d.R. 40.000,- Euro nicht überschreiten (80.000,- Euro bei gemeinsamer Veranlagung).
  • Selbstständige können ebenfalls jährlich einen Bildungsscheck erhalten.
  • Beschäftigte und Berufsrückkehrende können jährlich einen Bildungsscheck im individuellen Zugang erhalten (früher galt hier eine Frist von zwei Jahren).

2. Der betriebliche Zugang

  • Der Arbeitgeber (Betrieb) darf i.d.R. höchstens 249 Beschäftigte haben.
  • Betriebe mit bis zu 249 Beschäftigten können im betrieblichen Zugang jährlich bis zu 10 Bildungsschecks für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten (bisher alle zwei Jahre).
  • Attraktiv ist diese Option besonders für Unternehmen, die in der „Pferdebranche“ tätig sind, wie z.B. Pensionsställe, Reitschulen, Gestüte u.ä. und ihre Mitarbeiter weiterbilden möchten.
  • In diesem Fall beantragt der Betrieb für seinen angestellten Mitarbeiter den Bildungsscheck

Erwähnenswert ist, dass auch neue Formen der Weiterbildung wie z. B. onlinebasierte Fortbildungen (z. B. Webinare) und E-Learning in beiden Zugängen gefördert werden.

Auskunft zum Bildungsscheck und weitere Informationen findest du hier:

www.bildungsscheck.de

NRW.Mikrodarlehn

Das Mikrodarlehn ist für dich geeignet, wenn du dich aufbauend auf die gewählte Weiterbildung selbstständig machen möchtest, oder dich innerhalb der letzten 5 Jahre selbstständig gemacht hast. Eine Weiterbildung im Rahmen einer Unternehmensgründung ist grundsätzlich über das Mikrodarlehn finanzierbar, die Erteilung des Mikrodarlehns ist jedoch von verschiedenen Faktoren abhängig und wird individuell geprüft.

Mit dem NRW.Mikrodarlehen bietet die NRW.BANK für die Gründung sowie die Weiterentwicklung von Unternehmen und Einzelunternehmern bis zu 5 Jahren nach Aufnahme der Geschäftstätigkeit Finanzierungen zu günstigen Konditionen an. Mit der Vergabe der Mikrodarlehen sollen insbesondere:

  • Gründungs- beziehungsweise Erweiterungs-/Wachtumsvorhaben von Menschen mit Migrationshintergrund und
  • wirtschaftliche Selbstständigkeit von Frauen

gefördert und unterstützt werden.

Antragsberechtigt sind Natürliche Personen, Gesellschaften bürgerlichen Rechts (GbR) sowie Unternehmergesellschaften (UG haftungsbeschränkt),

  • die eine selbstständige Tätigkeit als gewerbliches Unternehmen oder als freiberufliche Tätigkeit aufnehmen wollen,
  • die ein gewerbliches Unternehmen betreiben oder eine freiberufliche Tätigkeit ausüben.

Voraussetzung ist deren fachliche und kaufmännische Qualifikation für das Gründungs- beziehungsweise Erweiterungs-/Wachstumsvorhaben. Der Sitz des Unternehmens muss in Nordrhein-Westfalen liegen beziehungsweise gegründet werden.

Voraussetzungen für die Förderung sind:

  • bei Gründungen muss der Unternehmensstandort, bei Erweiterungs-/Wachstumsmaßnahmen der Investitionsort in Nordrhein-Westfalen liegen,
  • eine Beratung vor Antragstellung in einem STATERCENTER NRW sowie dessen positives Votum,
  • eine beratende Begleitung des Gründungsvorhabens, zum Beispiel durch einen SeniorCoach aus dem Netzwerk SeniorCoach NRW oder eine freiberufliche Beratung, für 2 Jahre ab Beginn der Darlehenslaufzeit,
  • bei Erweiterungs-/Wachstumsvorhaben kann die NRW.BANK im Einzelfall eine Begleitberatung verlangen.

Das Vorhaben muss einen nachhaltigen Erfolg erwarten lassen. Nebenerwerbsgründungen sollen innerhalb von drei Jahren zum Vollerwerb führen.

Umfang der Förderung:

Finanzierungsanteil: Bis zu 100% des Finanzbedarfs.

Mindestbetrag: 5.000 €

Höchstbetrag: 25.000 €

Das NRW.Mikrodarlehen darf zweimal gewährt werden. Eine zweite Gewährung kann nur für Erweiterungs- und Wachstumsvorhaben erfolgen.

Zur Absicherung des Lebensunterhaltes ist für Gründungswillige aus der Arbeitslosigkeit heraus eine Kombination des NRW.Mikrodarlehens mit einem Gründungszuschuss oder einem Einstiegsgeld möglich.

Weitere Informationen findet du hier:

www.nrwbank.de/startercenter

www.startercenter.nrw.de/

MikroSTARTer Niedersachsen

Mit dieser Förderung unterstützen das Land Niedersachsen und die NBank Gründungen und Unternehmensnachfolgen insbesondere von Kleinstgründer/innen in Niedersachsen. Sie sichert Existenzen und schafft bzw. erhält und sichert dauerhafte Arbeits- und Ausbildungsplätze. Nachhaltige Gründungen aus der Arbeitslosigkeit bzw. Nichterwerbstätigkeit werden als ein möglicher Zugang zur Beschäftigung aufgezeigt. Zugleich kann die geringe Bonität von Kleinstgründern bei der Fremdkapitalvergabe bei Kreditinstituten erhöht werden.

Auf einen Blick:

  • Existenzgründung/-sicherung von Kleinstgründer/innen in Niedersachsen
  • Bis zu 100% Finanzierung, Auszahlung zu 100 %
  • Keine bankübliche Besicherung erforderlich
  • Die Erstberatung vor Antragstellung muss bei einer fachkundigen Stelle erfolgen

Wer wird gefördert:

  • Natürliche Personen, die eine Voll- oder Teilzeitgründung eines Unternehmens mit Betriebsstätte in Niedersachsen planen oder eine Unternehmensnachfolge in Niedersachsen anstreben.
  • Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit einer Betriebsstätte in Niedersachsen, die sich in den ersten fünf Jahren nach Aufnahme der Geschäftstätigkeit befinden.
  • Der/die Antragsteller/in muss
    … die (zukünftige) Betriebsstätte in Niedersachsen haben.
    … im Antrag das Unternehmenskonzept darlegen.
    … im Antrag einen Finanzierungsplan vorlegen und damit eine vorhabenbezogene Finanzierungslücke nachweisen.
    … über die erforderliche fachliche und kaufmännische Qualifikation für das Vorhaben verfügen

Was wird gefördert:

Ausgaben, die im Zusammenhang mit dem Vorhaben zur Gründung oder Erweiterung bzw. Wachstum des Unternehmens stehen (z.B. Investitionen, Betriebsmittel, Aus- und Weiterbildungskosten)

Weitere Informationen findet du hier:

https://www.nbank.de/Unternehmen/Existenzgründung/MikroSTARTer-Niedersachsen/index.jsp

ERP Gründerkredit Universell / StartGeld

Ähnlich wie das Mikrodarlehn sind auch der Gründerkredite der KFW Bank eine Option für dich, wenn du dich, aufbauend auf deine Weiterbildung, selbstständig machen willst oder innerhalb der letzten 5 Jahre gemacht hast. Auch hier ist die Erteilung des Kredites von verschiedenen Faktoren abhängig und wird individuell geprüft.

Die Besonderheit liegt bei diesen beiden Kreditvarianten zum einen in den längeren Laufzeiten und zum Teil niedrigen Zinsen, zum anderen in der Option der Risikoübernahme durch die KFW Bank. Dadurch ist es, unter bestimmten Umständen, auch jungen Unternehmen und Selbstständigen mit ggf. vorhandenen Eintragungen in Schuldnerkarteien möglich, Finanzierungshilfen für die Selbstständigkeit zu erhalten.

Weitere Informationen findet du hier:

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Gr%C3%BCnden-Nachfolgen/F%C3%B6rderprodukte/

Auxmoney

Sollte keine der bisher genannten Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten für dich zutreffend oder attraktiv sein, besteht neben einem Kredit über deine Hausbank auch die Möglichkeit einer Kreditfinanzierung über das Crowdlending-Prinzip von Auxmoney.

Hierbei beantragst du deinen Wunschkredit über Auxmoney, die Kreditsumme wird jedoch nicht von einer Bank, sondern von Privatpersonen zur Verfügung gestellt.

Häufig werden hier auch Vorhaben und Personen finanziert, die von der Bank eine Ablehnung erhalten haben.

Weitere Informationen findet du hier:

https://www.auxmoney.com/

Steuervorteile nutzen

Neben den genannten Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten solltest du nicht vergessen, deine Weiterbildung auch bei der Einkommenssteuererklärung anzugeben.

Wenn du das Finanzamt an den Lehrgangskosten beteiligst, vermindern sich die tatsächlichen Kosten erheblich! Die Möglichkeiten und die Höhe der Anrechenbarkeit sind abhängig von deiner individuellen Einkommens- und Steuersituation.

Verbindliche Aussagen hierzu können dir dein Steuerberater und das für dich zuständige Finanzamt geben.

Folgende Kosten können im Allgemeinen berücksichtigt werden:

  • Studiengebühren,
  • Prüfungsgebühren,
  • Seminargebühren,
  • Fachliteratur,
  • Fahrtkosten (zu den Seminaren),
  • Arbeitsmittel sowie
  • Übernachtungs- und Verpflegungskosten (bei Seminaren).

Weitere Informationen zur Berücksichtigung von Weiterbildungskosten bei der Einkommenssteuererklärung kannst du dem Grundsatzurteil des Bundesfinanzhofes unter dem Aktenzeichen „BFH 2002 VI R120/01“ entnehmen.

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